Aktuelles
GSG Jubiläumsabend - 18. juni 2026
Das GSG wird 50! Wir feiern am Donnerstag, 18. Juni 26 und laden alle ehemaligen SuS sowie LuL herzlich ein! Wenn Sie einen Abijahrgang vertreten, schreiben Sie uns eine Nachricht, wir senden Ihnen die Einladung zur Weiterleitung zu: gsg-50jahre(@)gsgfellbach.de.
Auf der Einladung wird um eine Anmeldung bis zum 30. April gebeten, aber gerne können Sie sich noch bis Ende Mai anmelden!
weitere Veranstaltungen im Rahmen unseres Schuljubiläums:
25 Jahre Musical – 13./14. März 2026 „Seussical“
Vortrag Fr. Dr. Christina Stresemann – 21. Mai 2026 (Kursstufe 11)
„Staatsmann, Europäer und Demokrat in der Weimarer Republik – was sagt uns Gustav Stresemann heute noch?“ – die Antwort gab die Enkelin Gustav Stresemanns, Fr. Dr. Christina Stresemann, ehemalige Vorsitzende Richterin am Bundesgerichtshof, die im Rahmen unseres Schuljubiläums 50-Jahre-GSG im Mai am GSG war und mit großer Offenheit anschließend an ihren Vortrag auf die teils sehr persönlichen Fragen unserer Kursstufe 11 einging. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Stiftung Bundespräsident Theodor-Heuss-Haus im Rahmen der Reihe „100 Köpfe der Demokratie“, herzlichen Dank!
Festakt – 12. November 2026 (geladene Gäste)
Enkelin von Gustav Stresemann zu Besuch am GSG
ein Artikel von Pauline Weber und Annalena Bemsch, Klasse 11
Am Donnerstag, 21.05.2026 war Dr. Christina Stresemann, die Enkelin von Gustav Stresemann, zu Besuch am Gustav-Stresemann-Gymnasium in Fellbach-Schmiden zum Anlass des 50-jährigen Jubiläums der Schule. Sie brachte der Klassenstufe 11 bei ihrem Vortrag die historischen Hintergründe und politischen Handlungen ihres Großvaters in der Weimarer Republik näher und beantwortete anschließend die Fragen der Schüler. Gustav Stresemann ist 1878 geboren und war ein deutscher Politiker der Weimarer Republik, der 1923 Reichskanzler und bis zu seinem Tod 1929 Außenminister war. Er trug zur Verbesserung der Beziehung mit Frankreich bei und erhielt 1926 den Friedensnobelpreis.
Zu Beginn zeigte Christina Stresemann die familiären Verhältnisse anhand von Familienfotos. Die ehemalige Vorsitzende Richterin am Bundesgerichtshof ist die Tochter von Wolfgang Stresemann, einem der beiden Söhne von Gustav Stresemann. Sie wurde 1957 geboren und hat ihren Großvater nicht kennengelernt, weiß jedoch aufgrund von Erzählungen ihres Vaters, der Gustav Stresemann sehr nahestand, viel über ihn und interessiert sich für sein Leben. Anhand eines Zeitstrahls erklärte sie, warum es wichtig sei, sich auch heute noch mit der Weimarer Republik und ihrem Scheitern zu befassen. Ihr Großvater sei im Kaiserreich aufgewachsen und habe die Weimarer Republik als erste deutsche Demokratie erlebt. Heute lebten wir in der 1949 gegründeten Bundesrepublik Deutschland als zweite deutsche Demokratie, weshalb wir aus der Weimarer Republik auch das ein oder andere lernen könnten. Darauffolgend erklärte Christina Stresemann das politische Leben von Gustav Stresemann vom Beginn der Weimarer Republik bis hin zu seinem Tod. Gustav Stresemann gründete im Jahr 1918 die Deutsche Volkspartei (DVP). Anhand einer Karikatur machte Christina Stresemann deutlich, dass er schon damals als „Akrobat der Koalitionsschmiede“ bekannt war. Er habe schon vor seinem Kanzleramt großes Vertrauen als „ausgleichender Politiker“ gewonnen. Im August des „Katastrophenjahres“ 1923, in dem Deutschland unter Inflation und den Ruhrkämpfen litt, wurde Gustav Stresemann schließlich Reichskanzler. Christina Stresemann erzählte von Gustav Stresemanns Errungenschaften aus dieser Zeit als Kanzler, darunter die Beendigung des Ruhrkampfes und der Inflation. Christina Stresemann zitierte hier einen Historiker: „Stresemanns Kanzlerschaft dauerte kaum mehr als drei Monate, doch sie legte die Fundamente für die relative Stabilität der Weimarer Republik.“ Bekannt sei Gustav Stresemann heute aber vor allem als Außenminister. Als seine Errungenschaften führte sie den Dawes-Plans, den Vertrag von Locarno, den Eintritt in den Völkerbund und den Briand-Kellogg-Pakt auf. Christina Stresemann erzählte zudem, dass der Kanzler bei seiner letzten Rede vor dem Völkerbund 1929 sagte: „Wo bleibt die europäische Münze?“ Als sie den Euro 2002 zum ersten Mal in den Händen hielt, habe sie an ihren Großvater gedacht und gesagt: „Hier ist die europäische Münze.“ Sie zeigte, dass sie stolz auf das ist, was ihr Großvater seiner gesundheitlichen Probleme zum Trotz geleistet hat. Stresemann starb schließlich an mehreren Schlaganfällen, Hitlers Machtergreifung und das Dritte Reich folgten. Frau Stresemann beendete ihren Vortrag mit der Frage: „Hätte das eigentlich verhindert werden können?“
In der Fragerunde, moderiert von den Schülern Marilena Mpairamidou und Felix Netzer, wurde mit persönlichen Fragen begonnen, beispielsweise ob sie öfter auf ihren Nachnamen angesprochen werde. Ihre Antwort war, dass der Name meist positiv assoziiert werde. Humorvoll erwähnte sie, dass sie auch ein paar Mal die Reaktion: „Ach Stresemann wie der Anzug?“ zu hören bekam. Auf die Frage, wie die Familie privat über ihn gesprochen habe, als Mensch oder als Politiker, antwortete sie: „Mein Großvater als Mensch war durch und durch Politiker.“ Jedoch erzählte sie eine amüsante „Geschichte des Papageien“: Die Familie besaß einen Papageien, der jede Person anders begrüßte. Zu Gustav Stresemann habe er immer gesagt: „Guten Morgen, Herr Doktor.“ Nach den Werten befragt, die Stresemann ihr besonders weitergegeben habe, antwortete sie, dass sie von ihm besonders gelernt habe, den Ausgleich zu suchen, verschiedene Interessen zu erkennen und Kompromisse zu finden, was ihr bei ihrer Tätigkeit als Richterin geholfen habe. Sehr wichtig sei ihr gewesen, den Prozess gegen die AfD 2017/18 zu gewinnen, als die Partei ihre parteinahe Stiftung nach Gustav Stresemann benennen wollte und sie juristisch gegen diese vorging. Christina Stresemann erklärte: „Mein Großvater steht für alles, für das die AfD nicht steht.“ Der Namensstreit endete 2019 mit einem Urteil, das der AfD die Nutzung des Namens untersagte. Als sie gefragt wurde, ob sie einen Aspekt seiner politischen Überzeugung heute als kritisch empfinde, antwortete sie, dass ihr Vater immer der Überzeugung war, dass er es mit den Friedensbemühungen ohne Hintergedanken ernst meinte. Dennoch hätte sie sich gewünscht, dass er von Anfang an stärker hinter der Republik als Staatsform gestanden hätte. Die Fragerunde wurde abgeschlossen mit der Frage: „Wie würde sich Gustav Stresemann heute zur politischen Lage positionieren?“ Sie antwortete, er hätte vielleicht eine neue Partei „der Mitte“ gegründet und wäre in Schulen gegangen, um über die Gefahr von rechts aufzuklären.
Für die Stufe 11 und die Lehrer war die Begegnung mit Frau Stresemann eine große Bereicherung und im Namen der Schule bedanken wir uns sehr für ihren Besuch.
Exkursion des Deutsch Leistungskurses
ein Bericht von Sina Brand
Am vergangenen Mittwoch, dem 13. Mai, unternahmen die beiden Deutsch-Leistungskurse des GSG eine Exkursion nach Frankfurt am Main. Auf dem Programm standen der Besuch des Deutschen Romantik-Museums sowie des Goethe-Hauses. Nachdem sich die Schüler:innen in den vergangenen Wochen intensiv mit den literarischen Epochen um 1800 beschäftigt hatten, bildete die Exkursion einen gelungenen und anschaulichen Abschluss des Themenbereichs „Lyrik“.
Bereits gegen 7 Uhr morgens machten sich rund 40 Schüler:innen gemeinsam mit Frau Geiger-Wernert, Frau Braun und zwei Referendarinnen mit dem Bus auf den Weg nach Frankfurt. Nach der Ankunft wurden die beiden Kurse direkt im Deutschen Romantik-Museum von Frau Dr. Loreen Dalski und Christian Liedtke empfangen und nahmen zunächst an einem Workshop teil, der in zwei Gruppen durchgeführt wurde. Zu Beginn erhielten die Schüler:innen eine Einführung in die Konzeption und Gestaltung des Museums sowie in zentrale Merkmale und Themen der Romantik. Dabei wurde deutlich, dass die Epoche weit mehr umfasst als die im Unterricht behandelte romantische Lyrik. Im Anschluss arbeiteten die Schüler:innen in Kleingruppen an verschiedenen Themenbereichen, die sie während des Museumsrundgangs genauer untersuchten. Zur Auswahl standen unter anderem die Schwarze Romantik, Romantik und Politik, Romantik und Wirtschaft, Volksmärchen in der Romantik sowie Diskriminierung und Ausgrenzung. Etwa eineinhalb Stunden lang hatten die Gruppen Zeit, sich intensiv mit ihren Themen auseinanderzusetzen, passende Ausstellungsstücke, Gemälde und Gedichte zu dokumentieren und anschließend ihre Ergebnisse zu präsentieren. Die Vorträge zeichneten sich durch große Kreativität, Engagement und inhaltliche Tiefe aus.
Nach dem Museumsbesuch blieb noch Zeit, den Museumsgarten zu erkunden, bevor die Exkursion direkt weiter in das benachbarte Goethe-Haus führte. Da sich die Kurse im Unterricht bereits intensiv mit Werken Johann Wolfgang von Goethes beschäftigt hatten, stellte auch dieser Programmpunkt eine besondere Bereicherung dar. Das Haus am Großen Hirschgraben ist Goethes Geburtshaus und zugleich der Ort, an dem bedeutende Werke wie Götz von Berlichingen, die Urfassung des Faust sowie Die Leiden des jungen Werther entstanden. Die originalgetreu eingerichteten Räume des 18. Jahrhunderts ermöglichten den Schüler:innen einen lebendigen Einblick in Goethes Lebenswelt und die Atmosphäre seiner Zeit.
Nach der Besichtigung konnten die Schüler:innen die verbleibende Zeit bis zur Rückfahrt um 15 Uhr in Kleingruppen in der Frankfurter Innenstadt verbringen. Gegen 18 Uhr kehrte die gesamte Gruppe nach einem langen, aber äußerst informativen und gelungenen Tag wieder zum GSG zurück. Die Exkursion bot den Schüler:innen viele neue Eindrücke und machte die im Unterricht behandelten Inhalte auf anschauliche Weise erfahrbar.
Zwischen den Reben wächst die Neugier
Warum Weinkisten am Gustav-Stresemann- Gymnasium zum Umdenken einladen
Manchmal braucht es keine großen digitalen Projekte, um Neugier zu wecken; oft genügt eine einfache, hölzerne Kiste aus dem Weinbau unserer Region. Dass solche Kisten nun die Klassenzimmer des Gustav-Stresemann-Gymnasiums bereichern, verdanken wir großzügiger und unkomplizierter Unterstützung durch die Weingüter Fellbach, die diese besonderen Stücke zur Verfügung gestellt haben.
In jedem Raum hängen inzwischen zwei dieser Kisten. Ein Stück Fellbacher Heimat trägt nun statt Trauben Bücher. Aus einer praktischen Idee ist ein lebendiges Projekt entstanden: kleine Klassenbibliotheken, die durch das Mitwirken der Schülerinnen und Schüler gefüllt werden. Die Bücher stammen aus den eigenen Regalen und werden für ein Schuljahr zur Verfügung gestellt. So entsteht ein Angebot, das sich an den Interessen der jeweiligen Klasse orientiert.
Damit die Idee im Schulalltag sichtbar werden konnte, hat Herr Häcker die Weinkisten in allen Klassenzimmern fachgerecht angebracht und so die Umsetzung entscheidend unterstützt.
Schon mit vergleichsweise wenig Aufwand entsteht dabei viel Wirkung: Wenn etwa ein Drittel der Klasse ein Buch beisteuert, sind die Kisten schnell gefüllt. Das Projekt kommt dabei ohne zusätzliche finanzielle Mittel aus. Es lebt von Gemeinschaft, Vertrauen und der Bereitschaft zu teilen. Die Weinkisten sind dabei weit mehr als reine Aufbewahrungsorte. Sie machen Literatur sichtbar, jederzeit zugänglich und laden dazu ein, im Schulalltag bewusst innezuhalten. Ob in Freistunden oder zwischendurch: Der Griff zum Buch wird einfacher und selbstverständlicher. Auch für Lehrkräfte eröffnen sich neue Möglichkeiten, Lesen stärker in den Unterricht zu integrieren, etwa durch gemeinsames Vorlesen. So werden nicht nur Lesekompetenz, sondern auch Konzentration und Gemeinschaft gestärkt.
Im Kern geht es darum, Räume zu schaffen, in denen Lesefreude wachsen kann und der Eindruck entgegengewirkt wird, dass Lesen im Alltag junger Menschen an Bedeutung verliert. Gerade weil Bücher unmittelbar greifbar sind, entsteht ein niederschwelliger Zugang mit nachhaltiger Wirkung.
In einer Zeit, die stark von Tempo und Digitalisierung geprägt ist, zeigt das Projekt, wie viel Kraft im Naheliegenden liegt. Dass es Wirklichkeit werden konnte, verdankt sich der Unterstützung der Weingüter Fellbach, die die Umsetzung mit ihrer Spende ermöglicht haben. So ist aus einer einfachen Idee ein Projekt gewachsen, das im Klassenzimmer täglich neue
Neugier weckt.
Ein herzlicher Dank gilt den Weingütern Aldinger, Heid, Schnaitmann und der WG Fellbach, insbesondere Hans-Jörg Aldinger, der die Umsetzung koordiniert und maßgeblich begleitet hat.
Manuela Textor (Initiatorin des Projekts)
Gesundes Frühstück
Montags übernehmen unsere Klassen die Pausenversorgung, im März und April verzichten wir an einigen Montagen auf den Kuchen und unsere Siebtklässler verwöhnen uns im Rahmen des Biologieunterrichtes zur Ernährung mit einem „gesunden Frühstück“, das von der Bürgerstiftung Fellbach unterstützt wird, vielen Dank!
Das Frühstücksbuffet der 7b und 7c sah toll aus und hat ebenso geschmeckt.
Termine
Impressionen
Krankmeldungen
Liebe Eltern, bitte melden Sie Ihr Kind über das Formular krank. Teilen Sie uns bitte auch mit, wie lange Ihr Kind voraussichtlich krank ist, bzw. denken Sie an evtl. Krankmeldungen in den Folgetagen.
Kunstwerk des Monats März 26
"Blick aus dem Fenster" von Anna Kugler K2
Archiv der Kunstwerke des Monats
Lateinrätsel
Die Lösung könnt Ihr bei Frau Schenk abgeben, viel Spaß!
GSG-Kompakt
GSG-Kompakt ist unser seit vielen Jahren bewährtes und beliebtes Ganztagesprogramm am GSG für die Klassen 5 - 6. Alle Infos zur Betreuung und Nachhilfe im SJ 2025/26 sowie die Anmeldeformulare finden Sie hier.
Elterninfo
Service Hour
Die Service Hour findet freitags, ab 13.30 Uhr in Raum 1.24, statt. Du bekommst jeweils eine Einladung deiner Lehrerin oder deines Lehrers.