Von der WM bis zur WM


Klinsmanns Visionen beim GSG

Medienberater Roland Eitel plaudert aus dem Fußball-Nähkästchen

Wer behauptet, Fußball sei „die schönste Nebensache der Welt“, irrt gewaltig. Fußball ist beileibe keine Nebensache! Das wurde bei der Veranstaltung des Vereins der Freunde und Förderer des GSG im halbvoll besetzten Musiksaal schnell deutlich. Fußball reißt die Menschen mit. Bekanntermaßen gibt es Millionen Deutsche, die gern mal einen Tipp an Bundestrainer Joachim Löw loswerden würden und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sonnt sich im Umfeld ihrer Deutschand-Repräsentanten Mesut Özil und Bastian Schweinsteiger – gern auch in deren Kabine.

Eitel

Roland Eitel, seit 1995 Berater von „Jogi“ Löw und sogar seit dem 1.Januar von Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann, weiß das genau. Der frühere stellvertretende Ressortleiter der Sportredaktion der Stuttgarter Zeitung kennt die Mechanismen und ist ein alter Hase in Medienbelangen. Denn er fungiert als Bindeglied zu den Medien, er ist in taktische Überlegungen eingeweiht – und er kann darüber Geschichten erzählen wie kaum ein zweiter. Immer unter dem Vorbehalt: „Ich bin in diesen Fragen natürlich subjektiv und auf der Seite von Klinsmann, Löw, Bierhoff und Flick!“ Zum Beispiel, wenn es darum geht, dass Klinsmann vorgeworfen worden sei, er sei „nur“ ein Motivator – und Löw machte bei der WM 2006 die Hauptarbeit. Dann kontert er geschickt: Immer verlange man nach Menschen, die nicht alles an sich reißen und delegieren können – und dann tue das mal einer, und schon heiße es: „Der kennt sich da nicht aus bzw. lässt die Arbeit von anderen machen!“ Eitel nahm seine Zuhörer mit in die Gedankenwelt eines professionellen Trainers und erläuterte Jürgen Klinsmanns Masterplan im Vorfeld der WM. „Diese Folien habe ich noch nicht oft gezeigt, aber wir sind hier ja unter uns“, meinte er und hatte sichtlich Spaß, die Visionen von „Klinsi“ nochmals darzulegen. Tatsächlich verstand er es, den positivistischen Ansatz des schwäbischen Global Players, vielleicht ein wenig amerikanisch geprägt, so darzulegen, dass der oftmals verbreitete Vorwurf gegen Klinsmann, er verhalte sich fast schon wie ein Guru, im Saal widerlegt werden konnte. Eitel über Klinsmann, Jürgen Klopp, Löw und Co: „Der neue Trainertypus unterscheidet sich von dem alten darin, dass sie viel mehr und härter arbeitet!“ Außerdem seien sie, im Gegensatz zu der „alten Fußballfamilie“, zu der er auch die typischen Medien wie den „Kicker“ oder die Bildzeitung zählt, neuen Ideen aufgeschlossen. „Was ist Falsches dran, wenn man auf ein Plakat schreibt „Glaube an deine Stärke“, „denke positiv“, „habe Freude an deinem Tun?“, fragt Eitel rhetorisch. Wie seien die amerikanischen Fitnesstrainer verlacht, am gesunden Essen herumgemäkelt, das andere Konzept für ein Turnierhotel kritisiert worden? „Jetzt ist das Standard“, so Eitel.


Spannend und munter wurde es bei den Zwischenfragen der Zuhörer, die sich natürlich mit den Situationen beim VfB Stuttgart, dem FC Bayern und der derzeitigen Spieler-Generation beschäftigten. Eitels Analysen dazu waren scharf, aber er vermied das Nachtreten gegen Klinsmanns Ex-Club Bayern München. Er konnte die Probleme anhand von Beispielen glaubhaft erläutern. Nach einer munteren kompletten Spielzeit, also 90 Minuten Analyse und Einschätzung aus dem Nähkästchen der Fußball-Nationalmannschaft – meinte ein Zuhörer begeistert: „Ich hätte gern noch länger mit Ihnen diskutiert.“
sus


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